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Themen dieser Ausgabe

Neues aus dem Sprecher_innenrat

Teile dieser Rubrik sind den Mitgliedern des Netzwerks Tolerantes Sachsen vorbehalten. Mehr Informationen zur Mitgliedschaft

Editorial von Benjamin Winkler | Amadeu Antonio Stiftung

Liebe Mitglieder, liebe Engagierte,

die drei Landtagswahlen in Ostdeutschland und Berlin sind vorüber. Aus Sicht der Zivilgesellschaft gilt es Bilanz zu ziehen und das weitere Vorgehen zu planen. Zuerst ein Blick auf die Ergebnisse:

In Sachsen-Anhalt wurde am 6. September der neue Landtag gewählt. Hier konnte sich die rechtsextreme AfD mit knapp 44% der Zweitstimmen als stärkste Partei durchsetzen. Die Rechtsextremen erhielten 39 Sitze im Landtag. Das demokratische Lager der Parteien CDU, SPD, Bündnis90/Grüne und DIE LINKE hat zusammen ebenfalls 39 Sitze bekommen. Mit 5,3% zog auch das populistische BSW in den Landtag ein. In Bezug auf die Wahl des Ministerpräsidenten ergibt sich nun folgende Situation. AfD und demokratisches Lager haben jeweils 39 Stimmen. Das Zünglein an der Waage sind die 5 Stimmen des BSW. Derzeit sondieren Rechtsextreme und BSW miteinander. Zugleich hört man von den Populisten, dass diese keine Koalition mit der AfD bilden wollen. Aus Sicht der Zivilgesellschaft stimmt das Wahlergebnis nachdenklich und traurig. Einerseits gelang es Initiativen, wie dem neuen Bündnis „Sachsen-Anhalt Weltoffen“ viele Tausend Menschen zu einer Kundgebung am Wahlwochenende vor den Magdeburger Dom zu mobilisieren, andererseits zeigen die hohen Stimmen für die Rechtsextremen, dass sich die Stimmung im Land endgültig geändert hat. Viele Initiativen haben Angst vor dem Wegfall von Fördermitteln, insbesondere Menschen mit Migrationsbiografie sorgen sich um ihre Sicherheit und fürchten eine Abschiebung. Dennoch wollen viele Menschen aus der Zivilgesellschaft nicht aufgeben.

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) schaffte es die rechtsextreme AfD ebenso knapp auf Platz 1 bei den Landtagswahlen und errang 32 Sitze. Knapp dahinter lag allerdings die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit nunmehr 29 Sitzen im Landtag. Schwesigs SPD kann zusammen mit Bündnis90/Grüne und DIE LINKE eine Regierung bilden. Das Mitte-Links-Lager hat in MV eine knappe Mehrheit. Nachdenklich stimmt in MV, ähnlich, wie in Sachsen-Anhalt, das hohe Gefälle bei den Stimmen zwischen Stadt und Land. Die AfD gewinnt in beiden Bundesländern vor allem ländliche Regionen, während das demokratische Lager die Großstädte und die urbanen Räume behaupten kann. Auch in MV hatte sich ein zivilgesellschaftfliches Bündnis namens „Zusammen Bewegen“ gegründet. Auch hier zeigten sich nach dem Wahlausgang gemischte Gefühle. Einerseits hatte man es auch in MV geschafft, viele Menschen zu den Wahlen und begleitenden Veranstaltungen zu mobilisieren, andererseits sind die hohen Stimmen für die AfD, vor allem in den ländlichen Regionen ein Zeichen für die polarisierte und auseinanderdriftende Gesellschaft.

In Berlin setzte sich bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus die Linkspartei als stärkste Kraft durch. Sie kann nun mit SPD und Bündnis90/Grüne eine Regierung bilden. Zugleich wäre auch ein Bündnis aus bisher regierender CDU mit SPD und Bündnis90/Grüne möglich. Zuletzt wurde viel über die Bekämpfung des Antisemitismus oder der von der LINKEN geplanten Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen gestritten. Klar ist, dass in Berlin das Wohnungs- und Mietenthema die Wahlen stark prägte. Dem voraus ging ein Volksentscheid in Berlin, der sich knapp für die Enteignung von Vonovia und Co. aussprach. Nicht zuletzt waren es starke zivilgesellschaftliche Stimmen, die mit Demonstrationen und anderen Aktionen seit mehreren Jahren auf das Mietthema hinwiesen. Auf der anderen Seite gibt es auch zivilgesellschaftliche Stimmen in Berlin, die sich endlich eine konsequente Bekämpfung des Antisemitismus wünschen. Insbesondere Jüdinnen und Juden sind in Sorge ob der Ernsthaftigkeit eines solchen Vorhabens unter einer linken Regierung.

Drei Wahlen, drei Ergebnisse. Das Spannende daran ist, dass die Ergebnisse unterschiedlich ausfielen. Sie brechen ein wenig mit dem Satz, dass Wahlen sowieso nichts ändern könnten. MV, Berlin und Sachsen-Anhalt werden das schon bald zur Schau stellen. Die Unterschiede zwischen einer Mitte-Links-Regierung in Schwerin und Berlin und wahrscheinlich einer rechtsextremen Minderheits-Regierung in Magdeburg werden vor allem auch für die Zivilgesellschaft spürbar sein. Auf der einen Seite könnte es wieder bessere Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Handeln, zum Beispiel durch zuverlässige Förderprogramme, geben. Auf der anderen Seite fallen Fördermittel weg und wird Repression zunehmen. Jedoch wäre es vereinfacht zu denken, dass Zivilgesellschaft nur dann existieren kann, wenn sie durch Regierungen unterstützt wird. Insbesondere für Sachsen-Anhalt braucht es neue Wege der Finanzierung, der Sicherheit und der sicheren Netzwerke in der Zivilgesellschaft. Zu allererst gilt es in vielen Regionen Räume für zivilgesellschaftliches Handeln und demokratische Kultur zu sichern, beispielsweise indem Spenden eingeworben werden, um Immobilien auf dem Land und in Städten zu kaufen. Erste Unterstützungen aus anderen Bundesländern und von bundesweiten Organisationen kündigen sich an. Auch der Sprecher_innenrat des Netzwerk Tolerantes Sachsen wird solidarisch mit den Menschen in Sachsen-Anhalt zusammenarbeiten. Aus sächsischer Sicht gilt es aus den Wahlen und Wahlkämpfen zu lernen und vorbereitet für 2029 oder frühere Landtagswahlen im Freistaat zu sein.

Viel Spaß bei der Lektüre des Oktober-Newsletters wünscht

Benjamin Winkler | Amadeu Antonio Stiftung | benjamin.winkler@amadeu-antonio-stiftung.de

Die TolSax-Redaktion erreicht Ihr unter:
Johanna | redaktion@tolerantes-sachsen.de | 0176 320 76 320
Ruth | koordination@tolerantes-sachsen.de | 0178 54 45 807 | 03425 82 98897
Frank | buero@tolerantes-sachsen.de | 0177 466 06 51 | 03425 82 999 59

Auf unserer Website unter Koordination erfahrt Ihr, welche Mitarbeiter_in aus der TolSax-Koordination für welche Eurer Fragen die richtige Ansprechperson ist.

Anmerkung: Die Einleitung spiegelt nicht die Meinung des Netzwerkes oder des Sprecher_innenrates wieder, sondern einzig der Verfasser_innen.

Wir freuen uns immer über Eure Beiträge für den Newsletter – am liebsten als Link zum originalen Posting! Redaktionsschluss ist in der Regel der 25. jeden Monats.

Termine

17.10. | Fördermittelwerkstatt Ehrenamt | Zwickau

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Fördertipps

05.10. | Gen Ost Jugendfonds | Zukunftswege Ost

Junges Engagement in Ostdeutschland ist vielfältig und selbstbestimmt – doch oft fehlen die finanziellen Mittel. Ihr seid zwischen 14 und 27 Jahren alt und setzt euch für eine bessere Zukunft und ein demokratisches Miteinander ein? Mit dem Gen Ost JugendFonds werdenEure Projektideen mit bis zu 5.000 € gefördert. Über die Vergabe entscheidet quartalsweise eine Jugendjury. Gefördert wird themenoffen und niedrigschwellig. Ihr könnt euch als loses Kollektiv, mit eurem eigenen oder einem kooperierenden Verein bewerben. Solltet ihr keine gemeinnützige Organisation an eurer Seite haben, vermitteln wir euch einen Partner, der das Fördergeld für euch entgegennimmt. Bitte beachtet, dass das Projekt parteienunabhängig als auch nicht-religiös agieren sollte. Der Träger kann jedoch kirchlich/religiös sein. Mehr Informationen

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09.10. | Kleine Hilfe | Monom Stiftung

Gemeinnützige Einrichtungen sowie Gruppen gemeinsam mit einem eingetragenen gemeinnützigen Verein können die Kleine Hilfe beantragen, um ein aktuelles Loch in der Finanzierung zu stopfen. Die Arbeit des Vereins muss zu den Kernthemen der Stiftung passen. Darunter versteht die Stiftung, sich kritisch mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen, sich mit Antisemitismus, Sexismus, Rassismus und anderen Ideologien der Ungleichheit zu beschäftigen oder Shoah und Nationalsozialismus zu thematisieren. Die Kleine Hilfe möchte bei Unvorhergesehenem helfen und aktuelle Löcher stopfen. Somit sind z. B. Teilfinanzierungen von zukünftigen Projekten oder neue Veranstaltungen hier nicht förderfähig. Zu einem vollständigen Antrag gehören: das Antragsformular, Eure Satzung und Euer Freistellungsbescheid. Das Antragsformular muss vollständig digital ausgefüllt werden. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular wird als PDF Anhang per Mail mit der Betreffzeile Kleine Hilfe an: antrag@monom-stiftung.org gesendet. Die Unterschrift kann sehr gerne digital sein. Mehr Informationen

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15.10. | Modellförderung | Bundeszentrale für politische Bildung (BpB)

Die bpb fördert im Jahr 2027 bundesweit zeitlich begrenzte Projekte, die Maßnahmen umsetzen und Erkenntnisse bringen sollen im Hinblick auf die Entwicklung, Erprobung, Überprüfung und Weiterentwicklung von Methoden und Konzeptionen im Bereich der politischen Bildung. Bei der Konzeption der Projekte sind neben dem Beutelsbacher Konsens u. a. folgende grundlegende Prinzipien zu berücksichtigen: Handlungsorientierung, Multiperspektivität, Lebenswelt-/Adressatenorientierung und Wissenschaftsorientierung. Die Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen bei der bpb ist ab sofort bis einschließlich 15. Oktober 2026 möglich. Frühestmöglicher Projektbeginn ist der 01. März 2027, ein späterer Projektbeginn ist möglich. Mehr Informationen

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22.10. | JUGENDSTIL*-Ideenfonds | Stiftung Bürger für Bürger

Für junge, (p)ostmigrantische Menschen, die in Ostdeutschland etwas bewegen möchten! Du hast ein Herzensthema, für das du dich engagieren willst? Der Fonds ermöglicht dir eine Förderung von bis zu 2.000 Euro. Damit sollen (post-)migrantische Perspektiven in Ostdeutschland gestärkt und sichtbarer gemacht werden! Bewerben können sich ausschließlich junge Menschen mit internationaler Geschichte (Personen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte, Bi_PoC, Schwarze Deutsche, Sint*izze und Rom*nja) im Alter von 14 bis 30 Jahren. Gefördert werden sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen oder Initiativen, die überwiegend Menschen mit Einwanderungsgeschichte, People of Color und Schwarze Menschen repräsentieren. Als Einzelperson kannst du dich um max. 800 Euro bewerben, als Gruppe oder Initiative um max. 1.000 Euro, ab einer Gruppengröße von 5 könnt ihr sogar max. 2.000 Euro bekommen. Mehr Informationen

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26.10. | Mikroförderung | Zukunftswege Ost

Du möchtest in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen ein Projekt umsetzen, das Menschen zusammenbringt, demokratische Kultur durch Beteiligung stärkt oder Empowerment fördert und Diskriminierung entgegenwirkt? Im Fokus stehen Mikroprojekte in ländlichen und strukturschwachen Räumen. Für die Bewertung zählt der Landkreis des Umsetzungsortes, nicht der Sitz der Organisation (der sich dennoch in Ostdeutschland befinden muss). Gemeinnützige Organisationen mit einem gültigen Feststellungs- oder Freistellungsbescheid können einen Antrag stellen, zum Beispiel eingetragene Vereine, Initiativen, Stiftungen oder Bildungsstätten. Auch Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts sind antragsberechtigt. Gefördert wird bis zu 5.000 Euro. Mehr Informationen

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01.11. | Bildungsagenda NS-Unrecht | Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft

Durch geschichtsbewusste, Empathie fördernde und aktivierende Vermittlung der Lehren aus der NS-Vergangenheit stärkt die Bildungsagenda NS-Unrecht demokratische Haltungen und wirkt Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und LGBTIQ-Feindlichkeit entgegen. Die geförderten Projekte machen die Schicksale der verfolgten Menschen und Gruppen sichtbar – mit einem besonderen Fokus auf jenen, die bisher kaum oder in zu geringem Maße in unserer erinnerungskulturellen Praxis verankert sind. Die Projekte können bis zu 24 Monate und maximal bis zum 30. Juni 2029 laufen. Verlängerungen darüber hinaus sind ausgeschlossen. Gefördert werden Projekte mit folgender Zielgruppe: Vorrangig junge Menschen bis zu einem Alter von 35 Jahren, mit Rücksicht auf besondere Projektinhalte können auch andere Altersgruppen in den Fokus genommen werden, in Deutschland, mit diversen Bildungshintergründen und unterschiedlicher Herkunft. Für die Zuwendungsletztempfänger (Projektträger) muss die Einbindung von Eigenmitteln in Höhe von mindestens 10 % der jeweils beantragten Fördersumme erfolgen. Für alle Projekte gilt eine Mindestfördersumme von 150.000 € sowie eine Obergrenze von 500.000 €. Mehr Informationen

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Weitere Fördertipps mit Fristen und fortlaufende Ausschreibungen findet Ihr auf unserer Website. 

Stellen

04.10. | Alltagsberatung | Leipzig 

Der Solidarisches Gesundheitszentrum Leipzig e.V. sucht zum 01.10.2027 eine Stelle in der Alltagsberatung aus (20h/Woche, Arbeitsort: Leipzig, Bezahlung: 18€/h brutto, befristet bis 31.12.2027). Bewerbungsfrist: 04.10.2026. Mehr Informationen

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k.A. | Sozialpädagoge_in | Leipzig

Der Opferhilfe Sachsen e.V. sucht zum 01.10.2026 eine_n Sozialpädagoge_in (30h/Woche, Arbeitsort: Leipzig und umgebende Landkreise, Bezahlung in Anlehnung an TV-L S, befristet auf 1 Jahr). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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k.A. | Projektleiter_in Politik & digitale Bildung | Berlin – Leipzig

Die Wir sind der Osten gUG sucht ab sofort eine Projektleiter_in Politik & digitale Bildung (Voll- oder Teilzeit, Arbeitsort: Berlin oder Leipzig, Bezahlung: k.A., befristet bis: k.A.). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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k.A. | Geschäftsführung | Berlin – Leipzig

Die Wir sind der Osten gUG sucht ab sofort eine Geschäftsführung (40h/Woche, Arbeitsort: Berlin oder Leipzig, Bezahlung: k.A., befristet bis: k.A.). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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k.A. | Projektmanagement Assistenz | Dresden 

Der Jugend- und Kulturprojekte e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine_n Projektmanagement Assistenz (35-40 h/Woche, Arbeitsort: Dresden, Bezahlung: k.A., befristet bis: k.A.). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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k.A. | Bildungsreferent_in | Dresden

Der Jugend- und Kulturprojekte e.V. sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine_n Bildungsreferent_in (35-40 h/Woche, Arbeitsort: Dresden, Bezahlung: k.A., befristet bis: k.A.). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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Neues aus dem Sprecher_innenrat

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Neues von den Mitgliedern

LAG "Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen" e.V. | Psychologie & Geschlecht: Wie können wir neurodivergente Kinder und Jugendliche mit Haltung begleiten?

Die Online-Fortbildungsreihe knüpft an die Fortbildung zu Neurodiversität aus dem letzten Jahr an. Sie ist offen für Teilnehmende welche bislang noch nicht viel zum Thema wissen, zielt aber vor allem auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit alltagsnahen Herausforderungen und Haltungsfragen ab. Die Fortbildungsreihe richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie an alle Interessierten. Die Termine im Überblick:

27.10.2026 | Neurodiversität - zu Begrifflichkeiten und einer neuroqueeren Perspektive 
03.11.2026 | Zwischen Entpathologisierung und (medizinischer) Versorgung 
17.11.2026 | Möglichkeiten der Inklusion 

Kosten: 70 Euro gesamt [vergünstigt: 60 Euro], 25 Euro für einen Einzeltermin. Mehr Informationen

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Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. | Sachsen: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe und sozialen Teilhabe

Das Zentrum für selbstbestimmt Leben Sachsen e.V. hat eine Petition beim sächsischen Landtag gestartet, die die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe kritisiert.  "Wir unterstützen die Petition des Zentrum für selbstbestimmt Leben Sachsen e.V. ausdrücklich. Inklusion kann nur gelingen, wenn Teilhabe möglich ist. Die Eingliederungshilfe versucht, eben diese Teilhabe zu organisieren. Wer hier kürzt, organisiert stattdessen strukturelle Diskriminierung", so Janek Lassau, zuständig für Presse und Öffentlichkeitsarbeit beim ADB Sachsen. Unterzeichnet hier die Petition bis spätestens zum 15. Oktober 2026. Mehr Informationen

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AGJF Sachsen e.V. | Forderungspapier: Aufwachsen junger Menschen verlässlich ausgestalten und finanziell sichern

Anlässlich der Veröffentlichung des Entwurfs Doppelhaushalt 2027/2028 hat die AGJF Sachsen jugendpolitische Forderungen an die sächsische Jugendpolitik formuliert. Denn "in der herausfordernden Haushaltsdebatte in Sachsen ist es unverzichtbar, verlässliche und fördernde Lebensbedingungen von Jugendlichen zu sichern. Die jungen Generationen sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie werden den Freistaat prägen und gestalten. Jugendarbeit leistet neben Familie und Schule einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung und Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Eine angemessene Förderung ist eine Investition in die jungen Generationen und somit in Sachsens Zukunft." Mehr Informationen

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VVN-BdA Sachsen e.V. | Antifaschismus bleibt gemeinnützig! 

Am 01. September 2026 veröffentlichte die VVN-BdA ein Statement zur aktuellen Kampagne zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit gegen die Bundesvereinigung. Der Verband in Sachsen dokumentiert das Statement. Darin heißt es: "Das Berliner Finanzamt für Körperschaften I fordert von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) eine vorzeitige Abgabe der Steuererklärung für die Jahre 2024 und 2025 und droht damit, ihr die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Begründet wird dieser Schritt damit, „dass auch die aktuelle Kampagne zum AfD-Verbot sowie die damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. deren Gemeinnützigkeit gefährden kann.“ Mehr Informationen

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Blick nach Sachsen-Anhalt

In dieser Sonderrubik möchten wir Euch auf Veröffentlichungen unserer Mitglieder und darüber hinaus zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt informieren.

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. | Flüchtlingsschutz unter Druck: „Wir werden das Feld nicht den Rechtsextremen überlassen”

Nach einem gemeinsamen Treffen der Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL in Halle an der Saale ist die Botschaft eindeutig: Wir werden das Feld nicht den Autoritären überlassen. Flüchtlingsschutz war nie ein Geschenk politischer Mehrheiten. Er beruht auf Menschenrechten, rechtsstaatlichen Garantien und den Erfahrungen aus Verfolgung, Krieg und Entrechtung. Mehr Informationen

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sLAG | Gegen einen autoritären Staatsumbau – Für den Erhalt einer kritischen Erinnerungskultur in Sachsen-Anhalt!

Daniela Schmohl, Sprecherin der sLAG: „Was es jetzt braucht, ist Sichtbarkeit und finanzielle Unterstützung für Vereine und Initiativen in Sachsen-Anhalt. Die politisch-historische Bildung in Gedenkstätten und in der Zivilgesellschaft muss nachhaltig und politisch unabhängig gefördert werden.“ Mehr Informationen

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Amadeu Antonio Stiftung | Sachsen-Anhalt: Stiftung warnt vor Gewalteskalation und fordert Demokratie-Schutzschirm

Angesichts des Wahlerfolgs der rechtsextremen AfD warnt die Amadeu Antonio Stiftung vor einer Gewalteskalation und startet eine Petition für einen Demokratie-Schutzschirm. Mehr Informationen

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Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. und weitere | Recht Solidarisch

Der Druck auf die Zivilgesellschaft steigt. Recht Solidarisch bietet eine juristische Orientierungen für die Zivilgesellschaft am Beispiel von Sachsen-Anhalt. Komplexe Rechtsfragen werden verständlich aufbereitet, es gibt eine Übersicht über Beratungsstellen und unterstützende Projekte sowie Links zu Handreichungen, Hilfe und weiterer Beratung.  Mehr Informationen

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Miteinander e.V. und weitere | Strategien für die Zivilgesellschaft nach dem Wahlsieg der AfD

Das Papier bündelt Strategievorschläge dafür, wie demokratische Akteur_innen auch nach einem politischen Machtwechsel handlungsfähig bleiben, Schutz organisieren und gesellschaftliche Räume für Demokratie offenhalten können. Mehr Informationen

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360° | Interessante Projekte und Initiativen

In dieser Rubrik möchten wir Euch Projekte außerhalb des Netzwerkes, Materialien, Angebote oder Lektüreempfehlungen vorstellen.

Material | Bring Back Our Neighbours

Die umfangreiche Website versammelt nützliche Informationen und praktischen Tipps zum Thema Abschiebung und richtet sich an von Abschiebung bedrohte Menschen, ehrenamtliche Unterstützer_innen und Fachkräfte. Neben Informationen in 9 Sprachen stehen unter anderem ein Notfallkoffer, thematische Flyer, Vorlagen sowie wichtige Kontakte zu Beratungsstellen und Behörden zum kostenlosen Download bereit. Mehr Informationen

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Förderung | Deutscher Fonds für Demokratie 

Jugendclubs, Bildungsträger, Beratungsstellen und Kultur- und Nachbarschaftszentren tragen unser Zusammenleben. Tag für Tag. Doch die Finanzierung dieser wichtigen Arbeit aus öffentlichen Mitteln steht zunehmend auf der Kippe oder wurde bereits gestrichen. Der Fonds springt ein: dank Spenden aus dem ganzen Land, die dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Ziel ist es eine dauerhafte Absicherung für die demokratische Zivilgesellschaft zu schaffen, die nicht erst entsteht, wenn es bereits zu spät ist. Der Fonds soll so aufgebaut werden, dass er bis 2029 jährlich mehrere Millionen Euro für Vereine und Initiativen mobilisieren kann, die unsere Demokratie tragen. Mehr Informationen

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Mitmachen | Beiträge gesucht für Magazin für „Gemeinschaft. Zwischen Damals und Heute, Hier und Anderswo.“

Der Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V. sucht für das Magazin „Gemeinschaft. Zwischen Damals und Heute, Hier und Anderswo.“ inter*, nicht-binäre und trans* Stimmen aus Sachsen und Thüringen. Begrüßt werden verschiedene Formate in Text und Bild, z.B. (aber nicht nur) Zeichnungen, Comics, Fotografien, oder Gedichte, Erzählungen und andere Textformen. Einsendeschluss: Beitrag mit Titel und kurzer Autor*innenbeschreibung bis zum 11. Oktober 2026 an empowerment@trans-inter-aktiv.org (Anhänge max. 3 MB).  Mehr Informationen

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Impressum

Newsletter des Netzwerk Tolerantes Sachsen Erscheinungsdatum: 01.10.2026
Redaktionsschluss: 25.09.2026

Redaktion: Förderverein Tolerantes Sachsen e.V. | Johanna Lierenfeld | Koordination Öffentlichkeitsarbeit
Online auf unserer Website
Kontakt: redaktion@tolerantes-sachsen.de

Nächster Redaktionsschluss: 25.10.2026
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