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Themen dieser Ausgabe

Jonas Freudenberg | Sächsischer Anonymer Behandlungsschein e.V. (SABS)

Liebe Mitglieder, liebe Engagierte,

die Möglichkeit, bei Krankheiten ärztliche Behandlungen in Anspruch zu nehmen, ist keine Selbstverständlichkeit. Die Situation von Menschen ohne Krankenversicherung (KV) bleibt bisher allerdings weitgehend unbeachtet. Der SABS setzt sich dafür ein, allen Menschen in Sachsen eine Gesundheitsversorgung zu ermöglichen – hier wollen wir dazu kurz ein paar Infos mit euch teilen.

Die Art und Weise, wie Zugänge zu Gesundheitsversorgung entstehen, kann gesellschaftlich unterschiedlich geregelt sein. Das deutsche Gesundheitssystem ist komplex und von verschiedenen Akteur_innen und Logiken gekennzeichnet. Die Krankenkassen nehmen hinsichtlich der Finanzierung von Behandlungen eine zentrale Position ein. Menschen ohne KV können i. d. R. auf dem Gesundheitsmarkt nicht als zahlungsfähige Nachfrager_innen auftreten und so keine Behandlungen in Anspruch nehmen. Dies betrifft trotz Versicherungspflicht eine Vielzahl von Menschen, die damit vom zentralen Zugangsweg zur Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind.

Warum eine Person keinen oder nur eingeschränkten Krankenversicherungsschutz hat, kann verschiedene Gründe haben. Einige mögliche Konstellationen: Beitragsschulden, reduzierte Leistungsansprüche in Incoming-Versicherungen, fehlende Zugangsmöglichkeiten für freizügigkeitsberechtigte EU-Bürger_innen, Rückkehr aus dem Strafvollzug, Herausfallen aus der GKV oder Nichteinrichtung der obligatorischen Anschlussversicherung.

Daneben ergibt sich der Anspruch auf medizinische Versorgung von Asylsuchenden und Geflüchteten aus dem Asylbewerberleistungsgesetz. Der Behandlungsumfang ist hier jedoch zeitweise rechtlich eingeschränkt und scheitert zudem häufig an der Verwaltungspraxis. Bei Personen ohne Aufenthaltstitel wird die Versorgung durch die gesetzliche Übermittlungspflicht verunmöglicht, welche Sozialämter zur Datenweitergabe an die Ausländerbehörde verpflichtet.
Als Reaktion entstanden Initiativen mit verschiedenen Ansätzen: selbst behandelnde Praxen auf überwiegend ehrenamtlicher und spendenfinanzierter Basis, MediNetze, die Behandlungen vermitteln und politische Arbeit betreiben, Clearingstellen, die zur (Re-)Integration in das KV-System beraten, Gesundheitskollektive und Polikliniken, die auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen adressieren. Innerhalb dieser Initiativen kreist eine zentrale Debatte um die Legitimität und Notwendigkeit von Parallelstrukturen zum staatlichen Gesundheitssystem und die Bedeutung einer ehrenamtlichen Gesundheitsversorgung.

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2022 der Sächsische Anonyme Behandlungsschein e.V. (SABS) gegründet. Das hehre Ziel: allen Menschen in Sachsen Zugänge zu Behandlungen ermöglichen. Dazu sollen mit einer Clearingstelle und einem Behandlungsfonds zwei landesfinanzierte Instrumente geschaffen werden. Die Sächsische Clearingstelle für medizinische Versorgung (SCS) hat ihre Arbeit Ende 2023 projektfinanziert aufgenommen. Drei Sozialarbeiter_innen beraten nun landesweit zu Zugängen zur Gesundheitsversorgung und in das KV-System. Regelmäßige Beratungen finden in elf Städten statt, Bedarfs- und Videoberatungen werden in allen Landkreisen angeboten.

Der zweite Teil des Konzeptes wurde politisch noch nicht umgesetzt: Ein anonymer Behandlungsschein bzw. ein Behandlungsfonds für Unversicherte existiert bisher nicht. Erkrankte Personen würden damit nach einer Anamnese durch Vertrauensärzt_innen des SABS einen Behandlungsschein erhalten, der ihnen freie Ärzt_innenwahl ermöglicht. Die Behandler_innen rechnen ihre Kosten mit dem SABS ab, der dies über einen Fonds des Landes refinanziert.

Ein Einblick in die Arbeit zeigt die Notwendigkeit der Kopplung dieser beiden Instrumente: 80% der Klient_innen kommen mit Behandlungsbedarf in die Beratung. Der Behandlungsschein würde ermöglichen, dass parallel zum teilweise sehr zeitaufwendigen Clearingprozess Behandlungen stattfinden können.

Unter anderem wäre dies für Schwangere notwendig – eine Klient_innengruppe, die in den letzten Jahren vermehrt die Beratung aufgesucht hat. Diese besaßen beispielsweise nur unklare Leistungsansprüche durch Incoming-Versicherungen oder befanden sich in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität.

Eine weitere Klient_innengruppe sind wohnungslose Personen. Mit der Wohnungslosigkeit gehen oft das Sperren der Gesundheitskarte oder die Kündigung der Mitgliedschaft einher. Psychische Ausnahmesituationen sind Begleiterscheinungen, die das Clearing erschweren.
Die Beispiele zeigen, weshalb die Einführung eines Behandlungsbudgets und die finanzielle Verstetigung der Clearingstelle zentrale Punkte der politischen Arbeit des Vereins sind. Wenn ihr Menschen ohne KV kennt, verweist gern an unsere Berater_innen. Wir schicken euch auch gerne unseren Klient_innenflyer zu.

Viel Spaß bei der Lektüre des April-Newsletters!

Jonas Freudenberg | Sächsischer Anonymer Behandlungsschein e.V. (SABS) | kontakt@saechsischer-abs.de

Die TolSax-Redaktion erreicht Ihr unter:
Johanna | redaktion@tolerantes-sachsen.de | 0176 320 76 320
Ruth | koordination@tolerantes-sachsen.de | 0178 54 45 807 | 03425 82 98897
Frank | buero@tolerantes-sachsen.de | 0177 466 06 51 | 03425 82 999 59

Auf unserer Website unter Koordination erfahrt Ihr, welche Mitarbeiter_in aus der TolSax-Koordination für welche Eurer Fragen die richtige Ansprechperson ist.

Anmerkung: Die Einleitung spiegelt nicht die Meinung des Netzwerkes oder des Sprecher_innenrates wieder, sondern einzig der Verfasser_innen.

Wir freuen uns immer über Eure Beiträge für den Newsletter – am liebsten als Link zum originalen Posting! Redaktionsschluss ist in der Regel der 25. jeden Monats.

TolSax Konkret

21. TolSax-Landestreffen:  „Zivilgesellschaft – stabil, engagiert und immer noch da.“ | 23.04.2026 | Meißen

Das 21. Landestreffen des Netzwerks Tolerantes Sachsen findet in Meißen statt – und dazu laden wir Euch herzlich ein! Gemeinsam richten wir den Blick nach vorn: Wie bleiben wir als Zivilgesellschaft handlungsfähig, resilient und engagiert? In Workshops sprechen wir über Angriffe auf gemeinnützige Vereine, unsere Vernetzung nach Mittel- und Osteuropa, Sponsoring sowie über Ideen für tragfähige und stabile Strukturen. Engagierte aus Meißen geben Einblicke in ihre aktuelle Situation vor Ort. Außerdem tauschen wir uns darüber aus, wie ein gutes Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt gelingen kann. Hier findet Ihr das ganze Programm (PDF). Eine Anmeldung ist bis 17.04.2026 möglich, die Plätze sind begrenzt. Bitte meldet Euch per Mail verbindlich unter veranstaltung@tolerantes-sachsen.de mit Eurem Namen und Eurem Verein / Initiative / Organisation und dem Workshopwunsch am Nachmittag an. Mehr Informationen

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Termine

Anmeldefrist: 10.04.2026

Save the Date

07.05. | Empowerment Workshop | Leipzig

Zielgruppe: BPoCs. Menschen, die selbst Rassismuserfahrungen erleben.
Anmeldefrist: 26.04.2026

Fördertipps

20.04. | Neulandgewinner | Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.

Gerade auf dem Land machen einzelne, aktive Menschen den Unterschied. Deshalb werden Persönlichkeiten gesucht, die verändern wollen, die Gesellschaft und den demographischen Wandel gemeinschaftlich gestalten wollen, die kreativ sind und andere für ihre Ideen begeistern können, die in einer aktiven Zivilgesellschaft eine notwendige Voraussetzung für Lebensqualität vor Ort sehen und die den Austausch im Neulandgewinner-Netzwerk suchen und aktiv unterstützen wollen. Die Projektförderung ist auf zwei Jahre angelegt. Der Projektstart kann frühestens am 01.01.2027 erfolgen. Das Programm bietet Begleitung, Qualifizierung, Vernetzung und Sichtbarkeit. Das Bewerbungsverfahren ist mehrstufig. Mehr Informationen

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28.04. | Hans Sauer Preis | Hans Sauer Stiftung

Der Hans Sauer Preis 2026 würdigt unter dem Motto „Commoning Spaces! – Räume fürs Gemeinwohl aktivieren“ Initiativen und Projekte, die Raumpotenziale mit kreativen Ansätzen heben und Räume im Sinne des Gemeinwohls aneignen, umdeuten und transformieren. Gesucht werden Projekte, die mit innovativen Herangehensweisen neue Möglichkeiten schaffen und aufzeigen, welche Formen der Beteiligung dafür notwendig sind. Es sind Preisgelder in Höhe von insgesamt 20.000 Euro ausgelobt, welche von einer externen Jury an drei bis fünf Projekte vergeben werden. Zur Einreichung aufgefordert sind Projekte, Organisationen und Initiativen aus Deutschland. Organisations- oder Rechtsform spielen keine Rolle – die Gruppen müssen nicht verfasst sein. Die Projekte/Initiativen sollten ein fertiges Konzept vorliegen haben und bereits erste Aktivitäten planen oder umgesetzt haben. Für die Teilnahme am Wettbewerb reicht Ihr Projekte bitte über dieses Einreichungsformular ein. Mehr Informationen

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28.04. | Geschlechtergleichstellung | CERV

Förderung der Gleichstellung der Geschlechter. Ziele: Unterstützung, Förderung und Umsetzung umfassender Maßnahmen zur Förderung der uneingeschränkten Wahrnehmung der Rechte von Frauen, der Gleichstellung der Geschlechter, einschließlich der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern, der Stärkung der Rolle der Frau und der durchgängigen Berücksichtigung der Geschlechterperspektive. Antragsberechtigt sind: Nationale, lokale und regionale Behörden und deren Verbände, Sozialpartner (Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter_innen), Arbeitsaufsichtsbehörden, Gleichstellungsstellen und Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere Frauenrechtsorganisationen sowie andere Interessensvertreter_innen. Die Projekte müssen eine Laufzeit zwischen 12 und 24 Monaten haben. Verlängerungen sind möglich, wenn sie ordnungsgemäß begründet sind und durch eine Änderung genehmigt werden. Die beantragte Fördersumme darf bei allen Prioritäten nicht unter 100.000,- EUR und nicht über 500.000,- EUR liegen. Es gibt drei verschiedene Förderschwerpunkte. Unter jeder Priorität werden verschiedene  förderfähige Aktivitäten genannt, teilweise noch differenziert je nach Themenbereich innerhalb einer Priorität. Bitte schaut im Aufruf-Dokument unter Punkt 2 Ziele etc. Abschnitt „Förderfähige Aktivitäten“ nach. Mehr Informationen

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29.04. | Bürgerengagement und -beteiligung | CERV

Ziel ist die Förderung der Beteiligung/Teilhabe der Bürger_innen und der repräsentativen Vereinigungen am demokratischen und bürgerschaftlichen Leben in der Union und ihres Beitrags dazu, indem es ihnen ermöglicht wird, ihre Standpunkte in allen Bereichen des Handelns der Union öffentlich bekannt zu geben und austauschen. Die Förderprioritäten liegen hier: Unterstützung freier, fairer und inklusiver Wahlprozesse (mit Schwerpunkt auf Informationen über Wahlen und Wahlrechte, insbesondere für mobile EU-Bürger_innen, unter vollständiger Achtung der Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten für die Organisation von Wahlen); Förderung des aktiven Engagements der Bürger_innen und ihrer demokratischen Beteiligung an der öffentlichen Politikgestaltung – über Wahlen hinaus – sowie eines breiteren bürgerschaftlichen Engagements; Bekämpfung der Verbreitung von Desinformation und ausländischer Informationsmanipulation sowie der Einmischung („foreign information manipulation and interference“ – FIMI) in demokratische Debatten und Prozesse. Antragsberechtigt sind: Zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter private gemeinnützige Organisationen, Kultur- und Jugendorganisationen, Bildungsanbieter, Forschungseinrichtungen und Behörden. Mehr Informationen

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02.05. | Allgemeine Projektförderung | Fond Soziokultur

Die Allgemeine Projektförderung ist ein Förderprogramm für partizipative soziokulturelle Projekte mit Modellcharakter. Gesucht wird nach den besten Projektideen, mutigen Ansätzen und innovativen Formaten. Gefördert werden zeitlich befristete Projekte, die Menschen vor Ort mit einbeziehen und ein gesellschaftspolitisches oder soziales Thema mit kulturellen Methoden bearbeiten. Es können mind. 5.000 Euro und max. 30.000 Euro beantragt werden, jedoch nicht mehr als 80 % des Gesamtbudgets. Pro Antragsrunde kann nur ein Antrag eingereicht werden (entweder für Profil: Soziokultur oder für die Allgemeine Projektförderung). Die Allgemeine Projektförderung richtet sich vorrangig an freie soziokulturelle Träger. Anträge von Menschen mit Behinderung, Nichtmuttersprachler_innen und/oder Nicht-Akademiker_innen sind ausdrücklich willkommen. Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit hat keine Auswirkung auf die Förderentscheidung. Den Förderantrag reicht Ihr über das Antrags-Portal ein. Mehr Informationen

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17.05. | Allzeitorte | Robert Bosch Stiftung GmbH & Bundesverband Soziokultur

Gesucht werden Kooperationen, die Demokratie im Alltag erfahrbar machen, Vertrauen und Zuversicht stärken sowie nachhaltige Strukturen für Mitsprache und Beteiligung aufbauen. Gemeinsam verwandeln sie einen alltäglichen Ort in einen langfristigen Treffpunkt für Austausch, Mitgestaltung und demokratische Praxis. Das Programm richtet sich vorrangig an soziokulturelle Zentren und Initiativen, politische Bildner_innen und Alltags- oder Freizeitorte. Diese können sich gemeinsam als Trio auf unsere Ausschreibung bewerben. Das Förderprogramm unterstützt Kooperationen aus Ortebetreiber_innen, Soziokultur und politischer Bildung dabei, verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Die antragstellende Einrichtung muss gemeinnützig sein und ihren Sitz in Deutschland haben (Vereinsregisterauszug). Die anderen Trio-Partner_innen müssen nicht gemeinnützig sein. Das Einbringen von Eigen- oder Drittmitteln ist aber möglich, um das Fördervolumen zu erhöhen. Rahmenbedingungen dafür können im Falle einer Förderung mit dem Bundesverband Soziokultur abgestimmt werden. Mehr Informationen

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03.06. | Förderung | Land in Sicht e.V.

Land in Sicht e.V. fördert gemeinnützige Vereine und Initiativen im ländlichen Raum bzw. in kleinen Städten in Sachsen, die sich für Weltoffenheit, humane, demokratische und soziale Denkweisen engagieren. Für die Durchführung von Projekten im kulturellen und sozialen Bereich können schnell und unbürokratisch Zuschüsse in Höhe von 100 bis 2500 EUR beantragt werden. So sollen beispielsweise auch gezielt Drittmittel-Anteile abgedeckt werden, die besagten Initiativen bei der Beantragung öffentlicher Gelder häufig fehlen. Die Höhe der Förderung soll im Regelfall nicht mehr als 80 Prozent der Gesamtkosten und im Einzelfall höchstens 2500 Euro pro Jahr und Antragsteller betragen. Im Regelfall nicht förderfähig sind Personalkostenzuschüsse sowie Sachkostenzuschüsse zum Betrieb von Vereinsräumen. Anträge können jederzeit eingesandt werden. Auch wenn eine Antragsstellung mindestens drei Monate vor Projektbeginn empfohlen wird, sind bereits laufende Projekte nicht von einer Förderung ausgeschlossen. In Ausnahmefällen werden auch jenseits des regulären Vergaberhythmus Fördergelder vergeben, wenn z.B. ein akuter Fördernotfall vorliegt. In dem Fall bittet der Verein um eine E-Mail. Mehr Informationen

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Stellen

05.04. | Projektmitarbeiter_in | Torgau 

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten sucht zum 01.07.2026 eine_n Projektmitarbeiter_in für ein Jugendbildungsprojekt (40h/Woche, Arbeitsort: Torgau, Bezahlung nach TV-L, befristet bis 30.06.2028). Bewerbungsfrist: 05.04.2026. Mehr Informationen

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12.04. | Referent_in | Chemnitz 

Das NDC in Sachsen sucht im Rahmen einer Elternzeitvertretung zum 01.06.2026 eine_n Referent_in zur Umsetzung der Projekte „Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) in Sachsen“ und „Schulberatung – Mobile Beratung im Kontext Schule“ (20-30h/Woche, Arbeitsort: Chemnitz, Bezahlung nach TV-L E11, befristet bis voraussichtlich 31.08.2027). Bewerbungsfrist: 12.04.2026. Mehr Informationen

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19.04. | Projektmitarbeit Outreach & Community-Präsenz | Chemnitz 

Die Offener Prozess gGmbH sucht zum 01.05.2026 eine_n Projektmitarbeiter_in Outreach & Community-Präsenz (20h/Woche, Arbeitsort: Chemnitz, Bezahlung in Anlehnung an TV-L E9, befristet bis: k.A.). Bewerbungsfrist: 19.04.2026. Mehr Informationen

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k.A. | Geschäftsführung | Bautzen 

Der Steinhaus Bautzen e.V. sucht zum 01.06.2026 eine Geschäftsführung (40h/Woche, Arbeitsort: Bautzen, Vergütung bis EG 13 TVöD-VKA, unbefristet). Bewerbungsfrist: k.A. Mehr Informationen

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Neues aus dem Sprecher_innenrat

Statement | „Demokratie leben!“ statt Demokratie abbauen! 

Das Netzwerk Tolerantes Sachsen warnt vor den Auswirkungen des Rückbaus beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“ auf die demokratische Zivilgesellschaft in Sachsen. Gerade jetzt, wo autoritäre und menschenfeindliche Antworten auf aktuelle Krisen lauter werden, ist das gefährlich. Wichtige Pfeiler der Demokratie stehen auf dem Spiel! Mehr Informationen

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Neues von den Mitgliedern

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. & Ausländerrat Dresden e.V. | Neues Projekt "RISE | Resilience – Inclusion – Support – Empowerment"

Gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden e.V. und der Fundaciόn Red Incola wird der Sächsische Flüchtlinsrat e.V. bis Anfang 2028 in Sachsen und der Region Castilla y Léon in Spanien Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf Frauen, die von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt betroffen sind. Dabei stehen Resilienz, Stabilisierung und Empowerment, sowie langfristige Perspektiventwicklung im Mittelpunkt. Einzelne Angebote des Sächsischen Flüchtlingsrat e.V.: Beratung und Unterstützung für migrantische Frauen in Sachsen zu migrationsrechtlichen Fragestellungen, Trainings für Fachkräfte sowie Netzwerkarbeit auf lokaler und regionaler Ebene. Mehr Informationen

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Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. | Organisationen öffnen – Diskriminierungssensible Organisationsberatung für Sachsen

Das Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. begleitet Organisationen darin, diskriminierungssensible Strukturen und Verfahren zu entwickeln. Dabei wird sich eng an den Bedarfen und Zielgruppen der jeweiligen Organisationen orientiert. Ziel ist eine Organisation, in der alle Menschen möglichst gleichberechtigt teilhaben können und in der ein Lernraum eröffnet wird, einen kompetenten Umgang mit Diversität und Diskriminierung zu entwickeln.Bei Organisationsberatung handelt es sich um einen mittelfristigen Prozess im Umfang von ca. 4-6 Terminen (und nicht um eine eintägige Weiterbildung). Aktuell werden im Rahmen der diskriminierungssensiblen Organisationsberatung zwei verschiedene Module angeboten: Modul "Aufbau von Beschwerdestrukturen – nach §13 AGG und darüber hinaus"  und das Modul "Diskriminierung verstehen - Verhaltenskodex gestalten". Mehr Informationen

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RAA Sachsen e.V., Kulturbüro Sachsen e.V. & NDC Sachsen | Neue Beratungsstelle in Bautzen eröffnet

Künftig bieten Berater_innen von SUPPORT zusammen mit Kolleg_innen der Mobilen Beratung des Kulturbüro Sachsen e.V. und der Schulberatung des Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. Beratungen in gemeinsamen Räumlichkeiten in Bautzen an. Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlicher Gewalt und Ratsuchende im Umgang mit Rechtsextremismus in Gemeinwesen und Schulen können nun vor Ort begleitet und unterstützt werden. Der in den vergangenen Jahren stark gestiegene Bedarf an Beratung, Unterstützung, Sensibilisierung und Bildung geht einher mit wachsenden rechtsextremen Organisationsstrukturen, herausfordernden Mehrheiten im Kreistag und stark angestiegener rechter Gewalt – im letzten Jahr alleine 42 Angriffe im Landkreis Bautzen. Mehr Informationen

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Kulturbüro Sachsen e.V. | Sichtbarkeit und Sicherheit – Studienvorstellung zu Auswirkungen rechter Gegenmobilisierungen auf Pride-Teilnehmende in Sachsen

Die Pride-Saison 2025 in Sachsen war erneut geprägt von Anti-Pride-Mobilisierungen. Bei mindestens 11 von 17 Events sahen sich Teilnehmende mit extrem rechten Gegenprotesten oder spontanen Störversuchen konfrontiert. Doch was macht diese Bedrohungslage mit den Menschen, für die CSDs und andere Pride-Veranstaltungen ein Schutzraum sein sollten? Und was würde ihre Sicherheit verbessern? Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltungsreihe und rückt dabei die Perspektive der Teilnehmenden in den Fokus. Basierend auf den Angaben von 2.701 Befragten aller 17 Pride-Veranstaltungen in Sachsen wird ein erstes Bild der Lage gezeichnet. Eine Veranstaltungsreihe der Agentur für Aufklärung und Demokratie, dem Kulturbüro Sachsen e.V., weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Mehr Informationen

Termine
13.04.2026, 19:00 Uhr | Bautzen, Domowina
16.04.2026, 19:00 Uhr | Leipzig, Pixi
28.04.2026, 19:00 Uhr | Chemnitz, Weltecho
08.05.2026, 18:30 Uhr | Pirna, CSD Pirna
09.05.2026, 17:00 Uhr | Zwickau, Alter Gasometer
21.05.2026, 19:00 Uhr | Döbeln, Treibhaus e.V.

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Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement e.V. (KGE)  | Wanderausstellung #StolenMemories in Aue-Bad Schlema

Ob Uhren, Eheringe, Papiere oder Fotos, bei der Einlieferung in Konzentrationslager nahmen die Nationalsozialisten den Menschen ihre persönliche Habe ab, um sie eines weiteren Teiles ihrer Identität zu berauben. Bis heute bewahren die Arolsen Archives noch etwa 2000 Umschläge mit diesen persönlichen Gegenständen – sogenannte Effekte – auf. Die Wanderausstellung #StolenMemory erzählt anhand persönlicher Gegenstände ehemaliger KZ-Häftlingen deren Lebens- und Verfolgungsgeschichten. Die Wanderausstellung kann vom 3.-21. April 2026 täglich von 10-20 Uhr im Stadtgarten Aue in Aue-Bad Schlema besichtigt werden. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 8. April 2026 um 14 Uhr (die Ausstellung wird an den Tagen vorher bereits zugänglich sein) statt. Mehr Informationen

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Radikale Töchter gUG | Innenministerium streicht Radikalen Töchtern die Fördermittel

Das Bundesinnenministerium hat dem Projekt zur Stärkung der Demokratie und gegen Rechtsextremismus die Fördergelder entzogen. Die Radikalen Töchter vermuten darin eine politische Kampagne der CDU: Die Gründerin Cesy Leonard hatte nach Merzs Stadtbild-Debatte eine Petition mit über 250.000 Unterschriften gestartet und mit Tausenden vor der CDU-Zentrale demonstriert. Dann greift plötzlich das Innenministerium ein und streicht die Förderung ohne Begründung. Durch die kurzfristige Absage im laufenden Projekt bleibt das Team nun auf 120.000 Euro sitzen. Diese Mittel waren zuvor von der Bundeszentrale für politische Bildung unter der Ampelregierung vorläufig bewilligt worden. Mehr Informationen

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Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. | Radio-Feature: „Wer spricht? Wer schweigt?“

Zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins ist ein unheimlich spannendes Feature über die Historie des Vereins aus unterschiedlichen Perspektiven entstanden. Was sich zeigt, ist die Kontinuität einer Bedrohung, des Schweigens und der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme rechter Akteure in einer Stadt, in der es auch hätte anders kommen können, wenn mehr Menschen das Wort ergriffen hätten. Das Feature zeigt aber auch eine unbeirrbare Haltung von sehr unterschiedlichen engagierten Menschen auch über das NDK hinaus, die bis heute um ihre Stadt kämpfen. Hört gerne mal rein, es lohnt sich. Mehr Informationen

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360° | Interessante Projekte und Initiativen

In dieser Rubrik möchten wir Euch Projekte außerhalb des Netzwerkes, Materialien, Angebote oder Lektüreempfehlungen vorstellen.

Aktion | Zusammen für Demokratie - Zukunft für alle!

Das Bündnis Zusammen für Demokratie lädt zu den Aktionstagen 2026 ein. Mit vielfältigen Aktionen vom 23. Mai bis zum 7. Juni soll gezeigt werden, dass eine lebendige Zivilgesellschaft ein unverzichtbarer Bestandteil der Demokratie ist! Das ist in diesen Tagen wichtiger denn je. Viele Organisationen sind heute mit der Streichung von Fördermitteln konfrontiert, und nicht nur das: Wer sich für die Demokratie einsetzt oder nicht in das Weltbild der extremen Rechten passt, wird immer häufiger beleidigt, verleumdet und auch bedroht. Dagegen stehen Engagierte zusammen für eine vielfältige, freie und offene Gesellschaft. Im Aktionsleitfaden (PDF) gibt es spannende Ideen für Veranstaltungsformate. Mehr Informationen

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Bildung | Kostenfreie KI-Fortbildung für die Jugendhilfe

KI verändert unseren Alltag. Aber wer entscheidet eigentlich, wie sie in der Jugendhilfe eingesetzt wird? Die KI Jugend.Werkstatt ist als kompakte, zertifizierte KI-Fortbildung aufgebaut – kombiniert mit Coaching und einem Netzwerkevent. Ihr arbeitet in einer festen Kerngruppe, bringt eigene Praxisfälle ein und entwickelt Schritt für Schritt eine konkrete KI-Lösung. Termine: Online-Workshop 1: 22.04.2026, 3 Std. | Online-Workshop 2: 20.05.2026, 3 Std. | Netzwerkevent 07.11.2026 Leipzig. Ein Angebot der Social Impact gGmbH. Mehr Informationen

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Material | „Beteiligung verankern, Zukunft gestalten“ – Erfahrungen und Erfolgsgeschichten aus sächsischen Kommunen

Mit der Broschüre „Beteiligung verankern, Zukunft gestalten“ zeigt das DKJS-Programm Jugend bewegt Kommune, wie sächsische Städte und Gemeinden Jugendbeteiligung erfolgreich und nachhaltig verankern. Vier Bürgermeister_innen aus Grünhainichen, Reichenbach/Oberlausitz, Bannewitz und Mittelherwigsdorf berichten von ihren persönlichen Erfahrungen: von Jugendclubs in Bauwagen, einem Tauschladen im alten Rathaus, einer Jugendbeteiligungsrichtlinie mit eigenem Budget bis hin zu generationsübergreifenden Projekten wie der „Alten Lotte“. Begleitet vom DKJS-Programm Jugend bewegt Kommune sind vor Ort tragfähige Strukturen entstanden – mit Ideenwerkstätten, Jugendstammtischen und verbindlichen Beteiligungsformaten. Mehr Informationen

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Support | Block Up. Nimm dir den Raum!

Dein Backup für dein erstes eigenes Projekt. Das Programm unterstützt junge Menschen aus der Arbeiter_innenklasse und Erstakademiker_innen dabei, ihre Ideen für das Miteinander umzusetzen. Unkompliziert, direkt und ohne Bürokratie-Frust. Es gibt 500 Euro Startkapital, Online-Werkstätten, Vernetzungsangebote und wöchentlichee Sprechstunden zur Unterstützung. Mitmachen können Menschen, die zwischen 18 und 30 Jahre alt sind und aus einer Arbeiter_innenfamilie kommen oder die erste Person in der Familie sind, die studiert. Mehr Informationen

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Impressum

Newsletter des Netzwerk Tolerantes Sachsen Erscheinungsdatum: 01.04.2026
Redaktionsschluss: 25.03.2026

Redaktion: Förderverein Tolerantes Sachsen e.V. | Johanna Lierenfeld | Koordination Öffentlichkeitsarbeit
Online auf unserer Website
Kontakt: redaktion@tolerantes-sachsen.de

Nächster Redaktionsschluss: 25.04.2026
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