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Netzwerk Tolerantes Sachsen | Informieren - Vernetzen - Vertreten
Newsletter 4 - 2017

Themen dieser Ausgabe

Begrüßung des Bündnis gegen Rassismus 

Veranstaltungen

02.09. / 24.11. | Individuelle Zuwendung oder Bevormundung? Förderung in der Schule | Leipzig

04.09.-08.09. | 18. Sommerwerkstatt Politische Bildung | Naunhof

08.09.-29.09. | Mit Etiketten aufräumen: Respekt und Akzeptanz für geschlechtliche Vielfalt | Schneeberg

Bis 12.09. | Film- und Diskussionsreihe zu Behinderung und Selbstbestimmung | Leipzig

12.09. | Fachtag Jugendbeteiligung | Leipzig

14.09. | 25 Jahre - HATiKVA e.V. | Dresden

16.09. | Mut.Mensch.Festival | Leipzig

22./23.09. | Alle(s) im Blick?! Prozesse achtsam moderieren | Leipzig

23.09. | 2. Fachtag "Deutsch für Geflüchtete von Anfang an" | Dresden

26./27.09. | Vielfalt – von der Irritation zur Bereicherung | Leipzig

28.09. | Impulstag "Freiheit als Pflicht? - Demokatieförderne Jugendarbeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit"| Dresden

09.-13.10. | Jugend-Ideen-Camp „Eigenständige Jugendpolitik“ | Limbach-Oberfrohna

17.10. | WAS IST NEU an der "NEUEN RECHTEN?"| Roßwein

21.10. | Notizen, die im Kopf bleiben - Visualisieren im Ehrenamt mit Graphic Recording | Dresden


Save the date!

27.10. | Ignorieren, Protestieren, Verbieten - Was hilft gegen neonazistische Strukturen? | Wurzen

20.11. | Sicher Handeln im Umgang mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität | Chemnitz

24-26.11. | PokuBi Intensivseminar: Neue Rechte, alte Hetze? - Erscheinungsformen und Strukturen des Neonazismus und der "Neuen Rechten" kennen und handlungsfähig bleiben  | Nossen


Fristen, Fristen ... und Möglichkeiten

10.09.2017 | Ideeninitiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" |  Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung

15.09.2017 | Werkstatt Vielfalt. Projekte für eine lebendige Nachbarschaft |  Robert Bosch Stiftung

24.09.2017 | Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2017 |  BfDT

30.09.2017 | Sächsischer Integrationspreis | Freistaat Sachsen

Fortlaufend | Förderprogramm "Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit" | Robert Bosch Stiftung

Fortlaufend | Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten | Robert Bosch Stiftung


Neues aus dem Sprecher_innenrat

Diese Rubrik ist den Mitgliedern des Netzwerks vorbehalten.



Neues von den Mitgliedern!

NDK | Erklärung zur antifaschistischen Demonstration "Irgendwo in Deutschland" am 02.09.2017 in Wurzen

RAA Sachsen e.V. Opferberatung | Statement zu Bautzen: Das Problem heißt Rassismus und sollte als solches auch benannt werden

RAA Sachsen e.V. Opferberatung | Eine erste Bilanz zum Prozess gegen die "Gruppe Freital"

AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte | Tagungsdokumentation Fachtag "Nächstenliebe - Polizei - Gesellschaft" 2017

Amadeu Antonio Stiftung | Lagebild Antisemitismus 2016/2017

Weiterdenken | Stellenausschreibung Mitarbeiter/in Kommunikation


(S)elect - Der TolSax-Projektepool zur Bundestagswahl 2017


Politischer Jugendring Sachsen | Sachsen wählt!

Landesjugendpfarramt | wählerisch-sein.de

Jugendforum Döbeln | Radioworkshop

LAG Queeres Netzwerk Sachsen | Ach so? Wirklich?



360° | Interessante Projekte und Initiativen

Hilfreich | Toolbox gegen Rechte Gewalt

Sehenswert | Datteltäter - Youtube-Satire gegen Voruteile

Lesenswert | Die Erweiterung des Terrains. Migrationspolitik als Transformationsprojekt. Eine Baustellenbesichtigung»

Entdeckenswert | Respect - Internationale Comics für Respekt und Toleranz



Impressum


Begrüßung: Gemeinsam stark machen gegen Rassismus! 
Liebe Engagierte,

am vergangenen Mittwoch hat sich in Sachsen das "Bündnis gegen Rassismus" gegründet. Damit hat sich ein breiter Zusammenschluss von zivilgesellschaftlichen Initiativen, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Vertreter*innen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft  formiert, um aktiv und öffentlich Rassismus zu benennen und ihm entgegenzuwirken.

Warum?

Ob auf dem Amt, auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt und in vielen täglichen Situationen - Rassismus ist Alltag für viele Menschen in Sachsen. Rassismus ist ein Problem. Und dieses Problem muss als solches benannt werden. Doch daran scheitert es häufig in Sachsen. Wo sich andernorts eine kritische Öffentlichkeit gebildet hat, die das eigene Handeln sowie den Rassismus in Politik und Gesetz reflektiert, wird in Sachsen geschwiegen, weggeschaut und ignoriert. Eine kritische Stimme ist dringend notwendig, denn allzu häufig folgt auf Ignoranz der tätliche Übergriff.

Darum...

...haben sich verschiedene Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen der sächsischen Gesellschaft zusammengefunden, um gemeinsam Gesicht zu zeigen gegen Rassismus.

Wir, die unterzeichnenden Organisationen und Verbände, verpflichten uns, sensibel Rassismus im eigenen Handeln zu reflektieren. Wir bündeln Bildungsangebote, um sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir verstehen uns als Lobby für von Rassismus Betroffene. Wir setzen uns für eine schulische und außerschulische Bildung in Sachsen ein, die sich kritisch mit Rassismus auseinandersetzt. Durch gemeinsame Kampagnen und Veranstaltungen wird das Thema die Aufmerksamkeit bekommen, die unbedingt nötig ist.

Denn wir teilen die Überzeugung, dass nur eine Politik, die sich für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen einsetzt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität aller bewahren und verbessern kann.

Wir freuen uns, dass Ihr vom Netzwerk Tolerantes Sachsen mit dabei seid. Lasst uns gemeinsam dem Rassismus in Sachsen entgegentreten!

Wir werden Euch über unsere nächsten Schritte auf dem Laufenden halten und freuen uns über Eure Ideen für gemeinsame Aktionen. Mehr Infos bekommt Ihr auf unserer Website.

Euer Bündnis gegen Rassismus

Erstunterzeichnenden: Arbeitsstelle Eine Welt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Ausländerbeauftragter der Evangelischen Landeskirche Sachsens, AWO Landesverband Sachsen, Ayni-Verein für Ressourcengerechtigkeit e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Sachsen (BUND Sachsen), Brücke/Most-Stiftung, Dachverband Sächsischer Migrantenorganisationen e.V., Deutsche Jugend in Europa Landesverband Sachsen e.V. (djo), Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen e.V., DGB Bezirk Sachsen, Diakonisches Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e.V. (ENS), Filmverband Sachsen e.V., Kulturbüro Sachsen e.V., Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V., Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V., Netzwerk Antidiskriminierung Sachsen (NADIS), Netzwerk Demokratie und Courage, Netzwerk Tolerantes Sachsen, Ökumenisches Informationszentrum e.V./ STUBE Sachsen, Opferberatung der RAA Sachsen e.V., Power4Africa e.V., Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.,  Sächsischer Migrantenbeirat, Sächsischer Museumsbund e.V., Sächsischer Wander- und Bergsportverband e.V., Saida International e.V., Romano Sumnal e.V., Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V.

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Aktuelles
Veranstaltungen

02.09. / 24.11. | Individuelle Zuwendung oder Bevormundung? Förderung in der Schule | Leipzig

09:00-17:00 | Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Unser neues TolSax-Mitglied, Forum B :: Prozesse in Begleitung, veranstaltet einen eintägigen Workshop für (angehende) Lehrer_innen zum Thema Förderung in der Schule. Der Workshop beschäftigt sich mit dem derzeit breit diskutierten Begriff der Förderung. Die Grundlage dafür bietet eine sowohl theoretische als auch praktisch erlebbare Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Verständnissen von Förderung. Aus daraus gewonnen Erkenntnissen werden anschließend Implikationen für das pädagogische Handeln in der Schule gezogen. Mehr Informationen

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04.09.-08.09. | 18. Sommerwerkstatt Politische Bildung | Naunhof

Naunhof bei Leipzig, Haus Grillensee

Die diesjährige Sommerwerkstatt des Herbert-Wehner-Bildungswerks nimmt die Planung und Durchführung von Zukunftswerkstätten ins Visier – ein wahrer Methodenklassiker, dessen Grundansatz des Nach-Vorne-Denkens in diesen Zeiten vielversprechend ist. Zukunftswerkstätten dienen der Problemlösung, Ideenfindung und Zukunftsplanung für Vereine und Verbände. Sie geben Raum für konstruktive Kritik, ermöglichen Zukunftsideen und beteiligen die Teilnehmenden direkt an der Maßnahmenplanung und -umsetzung. Im Seminar lernen wir die drei Kernphasen von Zukunftswerkstätten kennen: Die Kritikphase, die Kreativphase und die Realisierungs-/Umsetzungsphase. Wie immer nehmen wir uns Zeit für viele praktische Übungen und Debatten zur Methodik. Mehr Informationen

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08.09.-29.09. | Mit Etiketten aufräumen: Respekt und Akzeptanz für geschlechtliche Vielfalt | Schneeberg

Kulturzentrum Goldne Sonne, Schneeberg

Mit Etiketten aufräumen ist ein Projekt gegen Diskriminierungen: Wir versehen Menschen oft allein aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe, ihres Namens oder ihres Verhaltens mit einem Etikett. Unser Ziel ist es, für diese Vorurteile und Stereotype zu sensibiliseren und insbesondere über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt aufzuklären. Vom 08. bis 29. September zeigen wir von der LAG Queeres Netzwerk Sachsen die Ausstellung „Ich bin kein Etikett“ von Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V. im Kulturzentrum Goldne Sonne, Fürstenplatz 5 in Schneeberg. Mehr Informationen

Vernissage
Freitag, 08. September, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Goldne Sonne
Vortrag: „Sei so wie du bist. Schön wär´s. Diskriminierung(en) und Anti-Diskriminierungsarbeit.“

Finissage
Freitag, 29. September, 18:00 Uhr, Kulturzentrum Goldne Sonne
Vortrag: „„Gender-Organisationen [...] sind rassistisch, menschenverachtend, kinder- u. verfassungsfeindlich"!? – Warum diskriminieren wir? Ein Vortrag mit der Einladung zum Mitreden.

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Bis 12.09. | Film- und Diskussionsreihe zu Behinderung und Selbstbestimmung | Leipzig

5.9.17 - Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? |  12.9.17 - Sins Invalid | Cinémathèque Leipzig

"Medien mögen Geschichten über Menschen mit Behinderung, die „trotz“ ihrer Behinderung das Leben „meistern“: studieren, arbeiten gehen, sich verlieben, begehren, eine Familie gründen, Musik machen, Kunst schaffen. Dass all das mit, nicht „trotz“, Behinderung möglich ist, darauf möchte die Filmreihe „stark ! behindert“ des ADB aufmerksam machen. Mehr Informationen

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12.09. | Fachtag Jugendbeteiligung | Leipzig

13:30 - 18:45 | Soziokulturelles Zentrum „Die Villa“, Leipzig

Der Fachtag „einmischen, mitmischen, verändern –Jugendbeteiligung nachhaltig gestalten“ der Akademie für lokale Demokratie widmet sich den Fragen: Wie können wir zur Verbesserung und Verstetigung der Mitwirkungsmöglichkeiten von jungen Menschen im ländlichen Raum beitragen? Kann das Planspiel Jugendkreistag Vorbild sein, um Jugendbeteiligung vor Ort langfristig zu aktivieren? Ziel des Fachtages ist es, neue Impulse für Jugendbeteiligung in Ihrem Landkreis zu geben und Erfahrungen auszutauschen. Mehr Informationen

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14.09. | 25 Jahre - HATiKVA e.V. | Dresden

11:00-13:00 | Jüdische Gemeinde zu Dresden

25 Jahre HATiKVA - ein ungewöhnliches Jubiläum für einen außergewöhnlichen Verein. HATiKVA konnte in den 25 Jahren seines Bestehens viel bewirken - für die Erforschung und Bewahrung des Alten Jüdischen Friedhofs, für Aufklärung und Bildung im Bereich jüdischer Geschichte und des aktuellen jüdischen Lebens. Wir möchten alle Interessierten ganz herzlich einladen, unser Jubiläum gemeinsam zu feiern. Mehr Informationen
 

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16.09. | Mut.Mensch.Festival | Leipzig

10:00-Nachts | Werk 2 Leipzig

Das Mut.Mensch.Festival ist das Highlight der ver.di Jugend-Kampagne Generation Mutmensch, die als Rahmen deren politisches Engagement als Gewerkschaftsjugend umfasst. "Es kotzt uns an, dass Menschen, die sich für eine gerechte Sache engagieren und sich für ein schönes Leben einsetzen oft als Gutmenschen diskreditiert werden. Wir sind mutig, mutig für das schöne Leben und deshalb Mutmenschen!"

Neben Workshops und Bands gibt es auf den Festival am 16. September auch eine etwas andere Form von Podiumsdiskussion. Die Dis­kus­si­ons­run­de ab 18 Uhr ist öf­fent­lich und frei von jeg­li­chem Ein­trit­t. Mehr Informationen

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22./23.09. | Alle(s) im Blick?! Prozesse achtsam moderieren | Leipzig

9:00-17:00 | Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben

In dem zweitägigen Workshop von Forum B :: Prozesse in Begleitung sollen die Teilnehmenden dazu befähigt werden, Aushandlungsprozesse in (Klein-)Gruppen so zu gestalten, dass die Bedürfnisse aller Beteiligten gehört und geachtet werden. Inhaltlich setzt der Workshop dabei u.a. folgende Schwerpunkte:

  • Reflexion der eigenen Rolle als Moderator_in,
  • Methoden demokratischer und beteiligungsorientierter Moderation,
  • die Bedeutung der Kommunikation in Gruppenprozessen.

Ein zentrales Anliegen des Workshops ist es dabei, die Inhalte nicht isoliert voneinander und einseitig theoretisch zu betrachten, sondern alle Inhalte praktisch erlebbar zu machen und gemeinsam mit den Teilnehmenden an deren Erfahrungen anzuknüpfen. Mehr Informationen


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23.09. | 2. Fachtag "Deutsch für Geflüchtete von Anfang an" | Dresden

9:30-17:00 | Technische Universität Dresden

Der am Samstag, den 23. September 2017, in gemeinsamer Trägerschaft des Zentrums für Integrationsstudien der TU Dresden mit „Dresden für Alle“ stattfindende Fachtag will den Austausch zwischen ehrenamtlichen Sprach(lern)begleitenden, DaF- und DaZ-Lehrkräften, Wissenschaftler*innen aus den Bereichen DaF und DaZ sowie Ansprechpartner*innen aus Verwaltung, Politik, und Wirtschaft fördern. Neben Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten werden auch die Rollen der Zielgruppen definiert. Weiterhin thematisiert werden die Qualifizierung der in der ehrenamtlichen Sprach(lern)begleitung Tätigen sowie die Qualitätssicherung des Deutscherwerbs Geflüchteter durch entsprechende Netzwerke. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen und Anmeldung


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26./27.09. | Vielfalt – von der Irritation zur Bereicherung | Leipzig

9:00-15:00 | HTWK, Leipzig

Dieser zweitägige Workshop von Forum B :: Prozesse in Begleitung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen Leipzig 2017 statt und richtet sich an Interessierte und Multiplikator_innen. Vielfalt erzeugt Spannung. Sie kann irritieren, verunsichern und meine Welt in Frage stellen. 
  • Lasse ich mich hinterfragen?
  • Und wie kann Vielfalt zur Bereicherung werden – für mich und unsere Gesellschaft?
Mit Hilfe des Betzavta-Konzepts wollen wir uns in diesen Prozess begeben. Mehr Informationen


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28.09. | Impulstag "Freiheit als Pflicht? - Demokatieförderne Jugendarbeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit"| Dresden

9:00-17:00 | Dreikönigskirche Dresden

Mit zahlreichen Kooperationspartnern lädt die Sächsische Jugenstiftung am 28. September zum Impulstag zu Demokratiefördernder Jugendarbeit, um diese und weitere Fragen zu diskutieren: Sollte Jugendarbeit viel engagierter die eigenen Stärken in der Demokratiebildung betonen und diese offensiv in andere Bereiche der Gesellschaft einbringen? Gehören die Angebote der Jugendarbeit mit den Räumen des Demokratielernens in Pflichtsysteme wie Schule, Justiz, etc. integriert? Mehr Informationen und Anmeldung

Im Anschluss an den Impulstag, ab 18 Uhr,  feiert die Sächsische Jugendstiftung ihren 20ten Geburtstag im Bärenzwinger in Dresden.


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09.-13.10. | Jugend-Ideen-Camp „Eigenständige Jugendpolitik“ | Limbach-Oberfrohna

Mo, 10:30 - Fr 14:00 | Feriendorf Hoher Hain

In Sachsen wird gerade über alle Ministerien hinweg an einer eigenständigen Jugendpolitik gearbeit, die Interessen und Wünsche junger Menschen mehr in den Mittelpunkt stellen. Dazu gibt es bereits erste Entwürfe, die auf den Ideen von Jungen und Mädchen aufbauen. Jetzt ist es an der Zeit diese Entwürfe zu überprüfen und etwas dazu zu sagen. Seid ihr zwischen 13 und 20 Jahre alt? Habt ihr Lust, euch über die Zukunft Gedanken zu machen und gemeinsam Position zu beziehen? Dann kommt zum Jugend-Ideen-Camp „Eigenständige Jugendpolitik Sachsen“ der Sächsischen Landjugend. Diskutiert mit und verfasst eigene Artikel, die im „Corax – Fachmagazin für Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen“ veröffentlicht und Politker*innen übergeben werden. Mehr Informationen


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17.10. | WAS IST NEU an der "NEUEN RECHTEN?"| Roßwein

18:30-20:30 | Rathaus Roßwein

Während der klassische Rechtsextremismus offen und aggressiv gegen die Demokratie agiert, gibt sich die „Neue Rechte“ jovialer, ausdifferenzierter und scheinbar mehrheitsfähiger. Im Vortrag von Simone Rafael, Chefredakteurin von „Belltower.News – Netz für digitale Zivilgesellschaft“ der Amadeu Antonio Stiftung, soll es um Ideen dieser Bewegung in Deutschland gehen, um zentrale Akteur_innen und ihre Motive. Weiterlesen


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21.10. | Notizen, die im Kopf bleiben - Visualisieren im Ehrenamt mit Graphic Recording | Dresden

9:00-16:00 | Herbert-Wehner-Bidungswerk

Lernen Sie anhand vieler Beispiele am eigenen Flipchart, welches Handwerkszeug Sie für die visuelle Kommunikation brauchen. Bei uns erfahren Sie auch, welche gängigen Symbole im Graphic Recording verwendet werden und wie Sie diese zeichnen. Eine Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Weiterlesen


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Save the date!
27.10. | Was hilft gegen rechte Strukturen? | Wurzen

27.10. | Ignorieren, Protestieren, Verbieten - Was hilft gegen neonazistische Strukturen? | Wurzen

Am 27.Oktober 2017 lädt das Netzwerk Tolerantes Sachsen zur TolSax Konkret nach Westsachsen. Im Mittelpunkt der Tagung wird die Frage stehen, wie zivilgesellschaftliche und staatliche Akteure besser zusammenarbeiten können, um menschenverachtenden Einstellungen und Neonazi-Strukturen mit demokratischen – repressiv und präventiv – Mitteln zu begegnen. Mehr Informationen folgen


20.11. | Sicher Handeln im Umgang mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität | Chemnitz

Der different people e.V. bietet im November für pädagogische Fachkräfte sowie Interessierte aus der sozialen Arbeit einen Workshop zum Umgang mit sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität. Wie reagieren wir auf Diskriminierung und Gewalt, Outings oder der Suche nach sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität - in der Schule, der Freizeiteinrichtung und generell im Alltag? Diese und weiter Fragen werden von verschiedenen Standpunkten betrachtet und diskutiert. Durch Anwendung verschiedener Methoden und anhand von Beispielen können konkrete Handlungskompetenzen erworben werden. Mehr Informationen

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24-26.11. | PokuBi Intensivseminar: Neue Rechte, alte Hetze? - Erscheinungsformen und Strukturen des Neonazismus und der "Neuen Rechten" kennen und handlungsfähig bleiben  | Nossen

Die LAG pokuBi lädt ganz herzlich zur Teilnahme am dreitägigen Intensivseminar zur "Neuen Rechten" vom 24.-26. November 2017 (Fr-So) nach Nossen ein. Im Seminar sollen das neu-rechte Milieu, ihre ideologischen Bezugspunkte und die verschiedenen Akteure und Zusammenhänge beleuchtet werden. Das Seminar gibt dabei zunächst einen Überblick über die klassisch neonazistische Szene. Danach wird der Blick auf die "Neuen Rechten" geweitet: Welche Akteure und Strukturen gibt es? Wie neu ist das Denken der "Neuen Rechten" tatsächlich? Wie tritt die "Neue Rechte" in Erscheinung und welche Aktionsformen favorisiert sie? Und schließlich: Welche Schnittmengen oder gar Kontinuitäten, welche Unterschiede gibt es zu einer "alten", neonazistischen Rechten? Das Seminar besteht aus Vortagsbestandteilen, Medienanalyse und herkömmlichen Formen der Gruppen- und Textarbeit, darüber hinaus wird einer offenen Diskussion besonderer Stellenwert eingeräumt. Anmeldungen bis zum 14.10.2017 an kerstin.knye@pokubi-sachsen.deMehr Informationen

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Fristen, Fristen ... und Möglichkeiten

10.09.2017 | Ideeninitiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt mit ihrer bundesweiten, jährlichen Initiative Projekte, die das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft fördert. Unterstützt werden musisch orientierte Projekte, jeweils mit einmalig maximal 5.000 Euro, jedoch nicht mit mehr als 80% des Gesamtprojektbudgets. Bewerbungsschluss für Projekte zwischen Dezember 2017 und Mai 2018 ist der 10. Sepembter 2017. Mehr Informationen


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15.09.2017 | Werkstatt Vielfalt. Projekte für eine lebendige NachbarschaftRobert Bosch Stiftung

Kontakte zwischen Menschen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Milieus sind wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt Projektideen, die das Miteinander Jugendlicher mit anderen Menschen fördern und Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten bauen. Bewerben bis 15. September. Mehr Informationen


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24.09.2017 | Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" 2017 |  BfDT

Auch in diesem Jahr sucht das von der Bundesregierung gegründete „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) mit dem bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2017“ erfolgreiche übertragbare zivilgesellschaftliche Aktivitäten für eine lebendige und demokratische Gesellschaft. Den Preisträgerinnen und Preisträgern winken Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Zum 17. Mal in Folge sollen so Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement gewürdigt werden.  Mehr Informationen


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30.09.2017 | Sächsischer Integrationspreis | Freistaat Sachsen

Die Bewerbungsphase für den Sächsischen Integrationspreis 2017 ist gestartet. Bis zum 30. September können Vereine und Verbände, Unternehmen, Institutionen, Verwaltungen und Einrichtungen sowie Einzelpersonen vorgeschlagen werden. Egal, ob es um die Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund geht, um Sprachangebote, Ausbildungs- und Arbeitsofferten oder auch um die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe – Integrationsministerin Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth laden jeden unter dem Motto „Integration gestalten. Zusammen gewinnen“ zum Mitmachen ein. Das Engagement wird mit drei Preisen von je 2.000 Euro geehrt. Alle teilnahmeberechtigten Projekte und Initiativen werden zudem in einer Broschüre veröffentlicht. Mehr Informationen


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Fortlaufend | Förderprogramm "Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit" | Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung fördert im Programm "Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit" Initiativen und Projekte von Vereinen oder Kommunen, die eine systematische und nachhaltige Strukturierung des Engagements in der Flüchtlingsarbeit voranbringen. Gefördert werden Projekte in "sensiblen Räumen", also u.a. strukturschwachen, ländlichen Regionen oder Regionen mit hoher Ablehnung der lokalen Bevölkerung von Geflüchteten. Es kann eine Förderung von maximal 40.000 € beantragt werden. Eigenmittel sind erwünscht, aber nicht zwingend notwendig. Mehr Informationen


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Fortlaufend | Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten | Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung fördert Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung vor Ort herstellen. Bewerben können sich Initiativen aus Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohnern oder strukturschwache Regionen. Mehr Informationen


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Neues aus dem Sprecher_innenrat

Diese Rubrik ist den Mitgliedern des Netzwerks Tolerantes Sachsen vorbehalten. Mehr Informationen zur Mitgliedschaft



Neues von den Mitgliedern!

NDK | Erklärung zur antifaschistischen Demonstration "Irgendwo in Deutschland" am 02.09.2017 in Wurzen

Für den 2. September 2017 hat ein überregionales antifaschistisches Bündnis mit dem Namen „Irgendwo in Deutschland“ eine Demonstration in Wurzen angemeldet. Das Netzwerk für Demokratische Kultur steht diesem Anliegen grundsätzlich positiv gegenüber. Im Aufruf zur Demonstration wird Wurzen exemplarisch für die Zustände in ganz Sachsen herangezogen. Neben den überregional bekannt gewordenen rassistischen Übergriffen und Anschlägen in den vergangenen Jahren – wie etwa in Heidenau, Freital oder Bautzen – gab es in letzter Zeit leider auch in Wurzen rassistische Vorfälle und Gewalttaten, die nicht verschwiegen werden dürfen. So hat erst am 6. Juni dieses Jahres ein rassistischer Mob versucht, ein von Geflüchteten bewohntes Haus in der Wencelslaigasse zu überfallen. Verhindert wurde dies durch eine aufmerksame Stadtverwaltung und die Einsatzkräfte der Polizei. Auch beim Überfall von über 200 Neonazis auf Geschäfte und Lokale im Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 waren mehrere Wurzener aktiv dabei. Bei den Demonstrationen des Leipziger Pegida-Ablegers Legida trug über einen längeren Zeitraum ein Wurzener organisatorisch die Verantwortung.

Wir als Verein wurden in den letzten Jahren immer wieder Zielscheibe von Angriffen durch Neonazis. So etwa am 27.08.2016, als sämtliche Fensterscheiben im Erdgeschoss unseres Hauses zerstört wurden. Während eines Treffens des Unterstützer_innennetzwerks für Geflüchtete am 21.10.2016 in unseren Räumen versuchte eine Gruppe von Neonazis in das Gebäude einzudringen und die ehrenamtlich Aktiven einzuschüchtern. Viel schlimmer sind allerdings die tagtäglich stattfindenden rassistischen Beschimpfungen und Bedrohungen, welchen sich Geflüchtete in unserer Stadt ausgesetzt sehen. Erinnert sei exemplarisch an die Überfälle auf eine Wohnung in der Kleiststraße im Januar 2017, gipfelnd in einem Brandanschlag am 15. Januar. Als sich Oberbürgermeister Jörg Röglin danach bei den Opfern öffentlich entschuldigte, erntete er in Wurzen nicht nur Beifall. Wir sehen in seinem Handeln eine Haltung und keine bloße Imagepflege. Wir sind z.B. sehr froh über den Entschluss aus dem Rathaus, Geflüchtete und Asylsuchende in unserer Stadt prinzipiell dezentral in Wohnungen unterzubringen.

Die genannten Vorfälle zeugen von einer bewussten Strategie mit dem klaren Ziel, die bei uns Zuflucht suchenden Menschen, darunter auch Familien mit Kindern, aus der Stadt zu vertreiben. Diesen Menschen gilt unsere uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung. In Wurzen arbeiten mittlerweile viele Bürger_innen tagtäglich an einer demokratischen Kultur gegen Rassismus und Neonazismus und können auf die Unterstützung der Stadtverwaltung zählen. Über die Arbeit mit Geflüchteten hinaus, gibt es weitere gemeinsame Projekte, etwa der seit 2000 jährlich stattfindende „Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche im Muldental 1945“ oder die Verlegung von Stolpersteinen für die Opfer des Holocaust in Wurzen. Die Anmeldenden der Demonstration haben sich in den Vorbereitungsgesprächen mit der Verwaltung gegen gewalttätige Ausschreitungen ausgesprochen. Das „Irgendwo in Deutschland“-Bündnis hat im vergangenen Jahr aus Anlass des fünften Jahrestages der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) eine Demonstration in Zwickau durchgeführt. Diese Versammlung verlief ohne jeden Zwischenfall. Auch andere, schon länger zurückliegende antifaschistische Demonstrationen in Wurzen (zuletzt 2009) sind ohne Ausschreitungen aus den Demonstrationen heraus abgelaufen.

Wir raten daher zu Sachlichkeit in der Diskussion um die bevorstehende Veranstaltung und warnen vor einer Vorverurteilung. Alle demokratisch und antifaschistisch gesinnten Wurzenerinnen und Wurzener sollten die Demonstration als Möglichkeit sehen, einmal mehr gegen Alltagsrassismus Gesicht zu zeigen, sich mit Opfern neonazistischer Gewalt zu solidarisieren und auf sachsenweit agierende Neonazi-Strukturen aufmerksam zu machen.


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RAA Sachsen e.V. Opferberatung | Statement zu Bautzen: Das Problem heißt Rassismus und sollte als solches auch benannt werden

Am Donnerstag, den 27. Juli 2017, wurde die Polizei zu einem Einsatz auf die „Platte“ gerufen. Grund war eine Auseinandersetzung zwischen einem 34-jährigen Mann und drei jungen Asylsuchenden im Alter von 17, 18 und 21 Jahren. Im Zuge des Einsatzes kam es zu zahlreichen Gewalttaten des 34-Jährigen: eine Körperverletzung gegen einen ihm bekannten Mann, eine versuchte gefährliche Körperverletzung gegen die drei Asylbewerber mit einer abgebrochenen Bierflasche und eine Auseinandersetzung mit einem 18-Jährigen. Im Umfeld wurden zudem acht Personen festgestellt, die „offenbar aus sozialen Netzwerken und Nachrichten anderer Personen binnen kurzer Zeit vom Geschehen auf dem Kornmarkt erfahren" hatten, so die Polizei in einer Mitteilung. Weitere Schaulustige folgten. Etwas später konnten die Beamten bei einer Fahrzeugkontrolle vier Personen feststellen, die im „Besitz von Pfefferspray, mit Quarzsand gefüllten Handschuhen und einer Sturmhaube“ waren. Es wurden Platzverweise erteilt, Ingewahrsamnahmen indes gab es nicht.

Hingegen ging die Polizei gegen einen der Asylsuchenden massiv vor, dem eine gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt wird. Die Beamten sollen den jungen Mann beleidigt und beschimpft haben. Die Kriminalpolizei ermittelt.

In der Reaktion auf die Ereignisse ist nun schnell klar, wer Täter und wer Opfer sein soll. Vize-Landrat Udo Witschas spricht davon, dass von dem jungen Asylbewerber eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Er habe "erheblich provoziert". Daher sei die vom Landratsamt getroffene Entscheidung, den jungen Mann umzuverteilen durchaus gerechtfertigt. Die Rolle von Rechten und Neonazis hingegen wird erneut heruntergespielt, deren Auftreten sei der Provokation des Geflüchteten geschuldet.

Es verwundert, dass ein Mann mit einem festgestellten Alkoholwert von 2,88 Promille mehrere Straftaten innerhalb kürzester Zeit begehen kann und das Tatgeschehen lediglich dokumentiert wird, während der junge Asylsuchende zur "erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit" erklärt wird und repressive Maßnahmen eingeleitet werden, ohne dass Ergebnisse von Ermittlungsverfahren vorliegen würden.

Bereits im vergangen Jahr haben wir deutlich gemacht, dass die Vorfälle in Bautzen in eine klare Richtung zeigen. Die Auseinandersetzungen im September 2016 waren Ergebnis gezielter Eskalationen rechter Gruppierungen. Damals wie heute waren die Schuldigen aber schnell ausgemacht: junge Geflüchtete. Restriktive Maßnahmen, wie Ausgangssperre und Alkoholverbot wurden allein gegen sie eingeleitet. Damals wie heute wird die Dimension rechter Strukturen und Aktionen verkannt. Der Blick auf die aktuellen Geschehnisse zeigt deutlich, wie gefährlich diese Fehleinschätzung war und ist.

In der Nacht vom 4. zum 5. August versuchte der junge Geflüchtete sich das Leben zu nehmen. Seit vielen Monaten ist er in Bautzen fast täglich rechter Hetze und rassistischen Übergriffen ausgesetzt. Trotz massiver Polizeipräsenz kommt es immer wieder zu rassistischen Beleidigungen, Linke oder alternative Jugendliche werden verfolgt, bedroht, geschlagen. Graffiti markieren national befreite Zonen, Hakenkreuze an den Fassaden in Bautzen sind keine Seltenheit. Erst in der Nacht zu Dienstag gab es Steinwürfe auf das Büro der Linken und Graffitis am Büro der SPD. Tags darauf traf sich Udo Witschas offiziell mit NPD-Kreischef Marco Wruck und debattierte „über eine Handvoll weiterer auffälliger Asylbewerber“ und über das Steinhaus.

Verharmlosungen und Schuldzuweisungen an die Geflüchteten bestätigen die Rechten und geben ihnen Rückenwind. Auf diese Weise befeuern die politisch Verantwortlichen schwelende rassistische Ressentiments, die mit besorgniserregender Regelmäßigkeit immer wieder aufbrechen und wiederholt Rechte und Neonazis aus ganz Sachsen und darüber hinaus mobilisieren. Stattdessen sollte das Engagement demokratischer Bündnisse, Initiativen und Akteur*innen gegen Rassismus und die Arbeit mit Geflüchteten unterstützt werden um in Bautzen ein wahrnehmbares Gegengewicht zu rechtem Gedankengut und Neonazistrukturen zu schaffen.


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RAA Sachsen e.V. Opferberatung | Eine erste Bilanz zum Prozess gegen die "Gruppe Freital"

Am 7. März 2017 startete am Oberlandesgericht in Dresden der Prozess gegen die sogenannte Gruppe Freital. Den insgesamt acht Angeklagten zwischen 19 und 38 Jahren wird zur Last gelegt, spätestens im Juni 2015 eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben, die durch die Planung und Durchführung von Sprengstoffanschlägen sowie Überfällen „ein Klima der Angst und Repression“ gegen Geflüchtete, sowie deren Unterstützer*innen erzeugen wollte. Es ist der erste Prozess dieser Art in Sachsen. Im Falle einer Verurteilung erwarten die Angeklagten mehrjährige Haftstrafen. Bislang fanden 34 Verhandlungstage statt, insgesamt 55 Zeug*innen wurden gehört. Die Prozessbeobachtung des RAA Sachsen e.V. zieht in einem kurzen Bericht erste Bilanz. Zum Bericht

Zusammenfassung:

  • 7 Männer und 1 Frau werden für mind. fünf Anschläge in Freital und Dresden verantwortlich gemacht. (Angeklagt als terroristische Vereinigung nach §129a StGB).
  • Die rechte Gesinnung der Angeklagten wird durch eigene Aussagen sowie Fundstücken bei Hausdurchsuchungen (es wurden Hakenkreuzfahnen, szenetypische Marken, CDs und eindeutige Aufkleber festgestellt) deutlich.
  • Zwei der Beschuldigten bestätigen die zentralen Anklagepunkte der Anklage in ihren Einlassungen vor Gericht. Diese Aussagen sowie zwei Gutachten unterstrichen noch einmal die potentiell tödliche Kraft der verwendeten Sprengsätze.
  • Die Auswirkungen der Taten auf die Verfasstheit der Betroffenen war und ist massiv. Die Zeugen berichten von Rückzug aus der Öffentlichkeit, starken Ängsten sowie den Wunsch aus Freital wegzuziehen.
  • Laut Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden gab klar erkennbare Aufgabenverteilungen bei Planung, Vorbereitung und Tatbegehung. Nach Aussagen von Polizeizeugen wurden dennoch kein Strukturermittlungsverfahren durch die Generalstaatsanwaltschaft eingeleitet.


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AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte | Tagungsdokumentation Fachtag "Nächstenliebe - Polizei - Gesellschaft" 2017

Am 05. April 2017 trafen sich in der Leipziger Propsteikirche zum Fachtag "NÄCHSTENLIEBE - POLIZEI - GESELLSCHAFT. Vernetzt für eine starke Gesellschaft" 300 Vertreter*innen und Mitglieder von Polizei, Kirche und Zivilgesellschaft, um miteinander über aktuelle Themen ins Gespräch zu kommen. Die Tagungsdokumentation ist nun verfügbar. Zur Dokumentation


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Amadeu Antonio Stiftung | Lagebild Antisemitismus 2016/2017

Die Amadeu Antonio Stiftung hat ihr bundesweites Lagebild zum Antisemitismus 2016/17 vorgelegt. Das Fazit: Keine Gruppierung in Deutschland ist gänzlich frei von Antisemitismus. Antisemitismus wird offener und aggressiver ausgelebt und statt des klassischen Antisemitismus wird der Umweg über „Kritik“ an Israel genommen. Weiterlesen


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Weiterdenken | Stellenausschreibung Mitarbeiter/in Kommunikation

Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen sucht ab dem 01.11.2017 eine_n Mitarbeiter_in Kommunikation (TVL 11). Die Arbeitszeit beträgt 20h/Woche. Arbeitsort ist Dresden. Bewerbungfrist ist der 22.09.2017.

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(S)elect - Der TolSax Projektepool zur Bundestagswahl 2017

Parteien-Podien, Hintergrundinfos zur Wahl und Argumentationshilfen gegen Populisten - es gibt zahlreiche spannende Projekte zur Bundestagswahl 2017. Hier gleich eine kleine Auswahl. Alle Projekte findet Ihr im TolSax-Projektepool oder auf facebook unter #tolsaxselect.

Politischer Jugendring Sachsen | Sachsen wählt!

Wir vom Politischen Jugendring Dresden e.V. glauben, dass Information eine Grundvoraussetzung für eine aufgeklärte Wahlentscheidung ist. Zwar lassen sich in all den heute zur Verfügung stehenden Medien jede Menge Informationen finden, doch meist erst nach zeitaufwändiger Suche und verstreut über viele Kanäle. Daher wollen wir mit dieser Seite für alle Wähler/-innen Sachsens die Informationen bündeln, die ihnen die Wahlentscheidung erleichtert. Als Verein der Kinder- und Jugendbildung liegen uns natürlich vor allem die Belange von Erstwähler/-innen am Herzen, weswegen wir versuchen diese vorrangig anzusprechen. Zur Website


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Landesjugendpfarramt | wählerisch-sein.de

Auf der Website "wählerisch-sein.de" werden persönliche Kurzstatements zur anstehenden Bundestagswahl veröffentlicht, in denen Menschen erklären, warum sie wählerisch sein und sich an der Wahl am 24. September beteiligen werden. Mit dieser Aktion soll zur Wahlbeteiligung für die Bundestagswahl am 24. September motiviert werden. Warum seid Ihr wählerisch? Reicht Eure Statements ein! Zur Website

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Jugendforum Döbeln | Radioworkshop

Das Jugendforum Döbeln macht Radio-Interviews mit Bundestagskanditat_innen! Im Radioworkshop werden sich die Jugendlichen mit den verschiedenen Parteiprogrammen auseinandersetzten und ihre Fragen an ihre Politiker_innen entwickeln: "Was tun Sie konkret für uns Jugendliche? Wie können wir bei politischen Themen mitbestimmen? Und welche Ideen haben Sie für die Verbesserung der Bildung?" Am Ende soll eine Radiosendung entstehen, die gerade Jugendliche und junge Erwachsene informiert und über Parteien aufklärt. Ein tolles Projekt! Mehr Infos bei Sophie Spitzner vom Treibhaus e.V. Döbeln

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LAG Queeres Netzwerk Sachsen | Ach so? Wirklich?

"Gender-Ideologie will die klassische Familie als Lebensmodell und Rollenbild abschaffen."*
*AfD (2017) Wahlprogramm, S. 35

- "Ach so? Wirklich?"

Wir von der LAG Queeres Netzwerk Sachsen haben in Kooperation mit der Initiative "Kleiner Fünf" zum Thema "Bundestagswahl" vier Flyer erstellt. Sie nehmen den Anti-Genderismus der AfD auf und hinterfragen deren Argumentation kritisch. Gerne könnt Ihr die Flyer bei uns bestellen, verteilen und diskutieren. Per Mail an:britta.borrego@queeres-netzwerk-sachsen.de


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360° | Interessante Projekte und Initiativen
In dieser neuen Rubrik möchten wir Euch Projekte von Initiativen vorstellen, die noch nicht Mitglieder im Netzwerk sind, aber zu ähnlichen Themen wie Ihr arbeiten und vielleicht interessant sein könnten.

Hilfreich | Toolbox gegen Rechte Gewalt

Eine neue Website informiert über Rechte und mögliche Strategien nach einem rechten, rassistischen, antisemitischen Angriff. Sie richtet sich speziell an Jugendliche, die auf Grund ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder ihres politischen Engagements zu Angriffszielen von rechten GewalttäterInnen geworden sind. Die Website bietet Antworten auf Fragen, die viele betroffene Menschen nach dem Erleben einer rechten Gewalttat beschäftigen: Was ist direkt nach einem Angriff wichtig? Wie kann ich mit meinen Ängsten umgehen? Was sind die Vor- und Nachteile einer Anzeige? Darüber hinaus gibt es wichtige Hinweise zu Entschädigungen und der Finanzierung von Arztkosten und anwaltlicher Vertretung. Jugendlichen soll so die Möglichkeit gegeben werden, selbstbestimmt mit den Angriffsfolgen umzugehen. In einem Kurzfilm wird zudem die Arbeitsweise der Opferberatungsstellen erläutert.

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Sehenswert | Datteltäter - Youtube-Satire gegen Voruteile

Politische Satire, deutsch-muslimisches Selbstverständnis und Vorurteile gegen Muslime in Deutschland. Einmal in der Woche räumen die fünf Datteltäter auf YouTube mit Stereotypen auf, machen sich über Engstirnigkeit lustig und haben einfach ihren Spaß dabei. Der Fokus der Datteltäter geht dabei in eine Richtung: Gesellschaftskritik. Zum Kanal


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Lesenswert | Die Erweiterung des Terrains. Migrationspolitik als Transformationsprojekt. Eine Baustellenbesichtigung»

Nach dem «Sommer der Migration» liegen (wie so häufig) linke Hoffnung und linke Verzweiflung ziemlich nah beieinander. Auf der einen Seite die millionenfach unter Beweis gestellte Solidarität mit den Geflüchteten, das massenhafte Unterlaufen der staatlich verordneten Ausgrenzungspolitik. Auf der anderen Seite die wachsende staatliche Repression, die unverhohlene rassistische Gewalt und rechtspopulistische Bewegungen, die versuchen, aus dem Thema Einwanderung Profit zu ziehen. Vor welchen Herausforderungen stehen wir? Mit welchen Strategien können wir aus der Defensive kommen? Welchen Weg soll die europäische Migrationspolitik einschlagen? Wie wird die Rolle der Linken gesehen?
Dazu befragte die Rosa-Luxenburg-Stiftung Anfang 2017 wichtige Impulsgeber*innen des Migrationsdiskurses. Die einzelnen Gespräche thematisieren das europäische Grenzregime, globale Bürgerrechte, die Rolle des Wohlfahrtstaates in den Klassenauseinandersetzungen, die Solidarität in betrieblichen Kämpfen, die Geschlechterfrage in postkolonialen Verhältnissen, die Kämpfe der Geflüchteten um Teilhabe und die Stärke (post-)migrantischer Lebenswelten. Zum Dossier


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Entdeckenswert | Respect - Internationale Comics für Respekt und Toleranz

Keiner will, dass sich die Menschen in seiner kleinen Stadt oder in seinem großen Land gegenseitig umbringen. Aber es passiert manchmal, dass jemand plötzlich eine Waffe in die Hand nimmt und auf seinen Nachbarn richtet, mit dem er noch gestern friedlich Tür an Tür gelebt und den er jeden Tag gegrüßt hat, der die gleichen Wege wie er ging, mit dem er sogar befreundet war. Können wir daran etwas ändern? Können wir lernen, mit Menschen zu reden, deren Ansichten wir nicht teilen? Mit denjenigen, deren Meinung oder Lebensweise uns nicht gefällt? Und wenn nicht, was ist dann der Wert menschlichen Lebens? Und was ist das eigentlich, ein moderner Mensch? Wir, das Team und die Teilnehmer des Projekts «Respekt», haben keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Aber wir hoffen, dass es uns gelingt, mit Hilfe unserer Comics gemeinsam darüber nachzudenken. Zu den Comics


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Impressum

Newsletter des Netzwerk Tolerantes Sachsen
Redaktionsschluss: 25.08.2017

Redaktion: Förderverein Tolerantes Sachsen/
Annegret Ode
Homepage: www.tolerantes-sachsen.de
Kontakt: koordination@tolerantes-sachsen.de
Tel: 0178 544 58 07

Erscheinungsdatum: 28.08.2017
Nächster Redaktionsschluss: 26.10.2017
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Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz"
Die Arbeit des Netzwerkes Tolerantes Sachsen wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz".

                                                                      

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Förderverein Tolerantes Sachsen
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